Esstisch KIN

Reparatur – sichtbar machen.

KIN steht einerseits für Kintsugi, eine traditionelle japanische Kunst, zerbrochene Keramik zu reparieren. Dabei werden die Bruchlinien bewusst hervorgehoben statt verborgen. Die Geschichte und Unvollkommenheit des Objekts wird betont. Andererseits steht KIN im Englischen für Verwandtschaft, und für enge Verbundenheit.

Umsetzung
2026

„There is a crack in everything, that’s how the light gets in.“
Leonard Cohen

Eine dünne Einstamm-Tischplatte aus heimischer Eiche mit natürlicher Baumkante trifft auf ein geradliniges, filigranes Untergestell. Fehlstellen und Risse in der Tischplatte werden durch präzise ausgefräste und eingepasste Holzinlays aus demselben Stamm stabilisiert und sichtbar gemacht. Die technische Notwendigkeit wird zum zentralen gestalterischen Element – was sonst verborgen bleibt, wird zur Form.

Der Weg vom Wald ins Esszimmer – wenige Kilometer

Das Holz kommt aus der unmittelbaren Umgebung, wird lokal aufgeschnitten und getrocknet. Einstammplatten mit markanten Details werden dabei gezielt ausgewählt. Analoges und digitales Handwerk greifen ineinander. Eine anschraubbare Verlängerung führt die natürliche Stammform der Tischplatte fort. Verbindungselemente aus gebürstetem Messing setzen handwerkliche Akzente.

Material: Eiche Vollholz, heimisch, Oberfläche Hartwachsöl
Maße (L × B × H) 2050 × 950 × 750 mm
Tischverlängerung über Ansteckplatte, L 500 mm
Ausführung als Einzelstück & Kleinserie auf Anfrage

Fotos: Ralph König
wildundwunderbar.at

Location: Gut Hornegg
gut-hornegg.at